Der Film & Video Club Bamberg feierte sein 50-jähriges Bestehen mit vielen filmischen Beiträgen

Nachbericht

Bamberg – Als die Bilder in Bamberg das Laufen lernten, waren alle Gründungsmitglieder des Film & Video Club Bamberg vor 50 Jahren dabei.
Die Filmbegeisterten aus Lichtenfels, Hallstadt, Pommersfelden, Strullendorf und der Stadt Bamberg taten sich zusammen und gründeten einen Verein, der damals Bamberger-Filmamateure 1969 (BAFA 69) hieß,1977 als Filmclub Bamberg e.V. in Vereinsregister eingetragen wurde und ab 1990 zu seinem jetzigen Namen Film & Video Club Bamberg e.V. kam.

Gefunden hatten sie sich schon einige Jahre vorher in Kursen der Volkshochschule. So gründeten sie in den damaligen Räumen dieser im Alten Rathaus ihren Filmclub. Ihr Jubiläum feierten die Filmer wieder in der Volkshochschule, aber nun im Alten E-Werk in der Tränkgasse.

Als „Hausherrin“ begrüßte die VHS-Leiterin für Öffentlichkeitsarbeit Frau Andrea Grodel die anwesende Gäste und überbrachte die Glückwünsche der VHS an den Film & Video Club e.V.

Den großen Saal hatten die Mitglieder des Filmclubs dazu in einen großen Kinosaal verwandelt und auch viele technische Geräte von der Gründerzeit bis heute ausgestellt.Die damaligen meist noch großformatigen Aufnahme- und Abspielgeräte wurden mit der digitalen Zeit immer kleiner, die professionellen behielten aber doch eine gewisse Größe bei.
Mit diesen zeigten sie dann auch ihr ganzes Können indem sie die Redner groß auf die Leinwand projizierten oder gleichzeitig dazu Personen aus der Gästeschar zeigten, über die gerade gesprochen wurde.
Mit dem ersten Film: „Der Bumerang von Ferdinand Jositsch aus der Gründerzeit und natürlich noch in Schwarz-Weiß startete die Show. Damals fuhren noch Busse auf dem Maxplatz und vor dem damaligen „Hertie“.

Auch in den folgenden Filmblöcken stand stets Bamberg als Thema im Mittelpunkt.

 

 

 

Clubvorsitzender Reinhold Pflaum begrüßte zum Jubiläum neben Vertretern der Stadt Bamberg, zahlreiche Gäste auch aus den Filmclubs Ansbach, Lauf und Nürnberg, sowie den ehemaligen Vorstand Dieter Hagn, Stadträtin Ingeborg Eichhorn und Stadtrat Dieter Weinsheimer.
Gesundheitsministerin Melanie Huml hatte passend zum Tag einen Videostream als Grußwort geschickt, der eingespielt wurde. Alle Redner lobten das Engagement der Mitglieder des Bamberger-Film-Clubs und ihre wertvollen filmischen Arbeiten.
Grußworte sprachen weiterhin Bürgermeister und Kulturreferent Dr. Christian Lange, MdL Ursula Sowa, der Präsident des Bundes Deutscher Filmautoren Markus Siebler, Bayerns stellvertretende Landesverbandspräsidentin Agi Fleischmann und Regionalleiter Franken Klaus Fleischmann. Pflaum zählte in seiner Chronik auch die „Odyssee der Clublokale“ auf, in denen der Filmclub gastierte: Es begann im Roten Ochsen in der Unteren Königsstraße, ging weiter im Weißen Roß in der Ehrlichstraße, in der Theaterrose am Schillerplatz, dem Gasthof Drei Linden in der Memmelsdorfer Straße, dem Eisenbahner-Sportheim in der Brennerstraße, wieder in den Roten Ochsen, dann zum Luitpoldkeller, nach Memmelsdorf zur Brauerei Leicht, in das Bamberger Bootshaus im Hain und ab 1980 in das Tambosi an der Promenade.Dass der Filmclub so lange schon hier seine Heimat hat, dafür bedankte sich Pflaum herzlich bei der Wirtin Kunigunda Jeuthner und überreichte ihr beim nächsten Clubabend einen Blumenstrauß als Geschenk. Der Filmvorstand erläuterte ausführlich die 50-jährige Geschichte. Er zählte die zahlreichen Wettbewerbe auf, die der Verein selbst veranstaltet hatte oder an denen er mit großen Erfolgen teilgenommen hatte. Als Beispiel nannte er den 1.Preis für den Film von Karl Hoffmann: „Die Altenburg ob Bamberg“ von 1974. Der Film „Melanie“ von Klaus Fleischmann erhielt 1998 die höchste internationale Auszeichnung eines Clubmitgliedes. Die Filme der jetzigen Mitglieder Dr. Elisabeth Greiner, Rudolf Grafberger, Christian Schöfer und des Vorstandes Reinhold Pflaum über ihre Stadt, besonders ihre Basketballer heimsten viel Lob ein. Viel Schmunzeln und Lachen erntete der Youngster Dominik Helmich mit seinen Film „The Visit“, in dem zwei grüne Außerirdische Bamberg einen Besuch abstatteten. Alle Filme werden übrigens in voller Länge ab 18 Uhr vor den regulären Clubabenden an den jeweiligen vierten Montagen des Monats im Nebenzimmer des Tambosi gezeigt – Gäste sind willkommen – der Eintritt ist, wie immer, frei!
Ein Besucher, Heinz Tillig, war von unserer Jubiläumsveranstaltung so begeistert, dass er den nachstehenden Post bei Facebook ins Netz stellte:
Hallo liebe Bambergerinnen und Bamberger,
leider kann ich zu diesem Beitrag keine Bilder einstellen aber der gestrige Abend im alten E-Werk verpflichtet mich zu einer Berichterstattung. Ein Riesenkompliment den Bamberger Film- und Videofreunden, die zu ihrem 50-jährigen Vereinsbestehen zum Festakt einluden. Vor der Bühne ein Augenschmaus allein für Technikfreaks: Das ganze Equipment von Super 8 über die Magnetbandaufzeichnung bis hin in die digitale Epoche. Nach einigen Eingangsreden wurden uns mit professionell gedrehten Filmen Bamberger Einblicke gewährt, die längst vergessene Erinnerungen wiederbelebten. Die Folge davon war derart spannend, dass sogar die liebevoll dargereichten Häppchen und Getränke vollkommen in den Hintergrund gerieten und wir erst langsam der Essensaufforderung Folge leisteten.
Ein gelungener Abend dank eines fantastischen Teams der Bamberger Film- und Videofreunde. Vielen Dank.

 

v.l.n.r.: Clubleiter Reinhold Pflaum, Kilian Görtler, Rudolf Grafberger, Christian Schöfer,
2. Vorsitzender Wolfgang Hoffmann, Edmund Görtler und Kulturreferent Dr. Christian Lange.
Auf dem Bild fehlt Thomas Schulz.

Geehrt wurden für besondere Verdienste von Bürgermeister und Kulturreferent Dr. Christian Lange Gründungsmitglied Ferdinand Jositsch, für 50 Jahre Mitgliedschaft Kilian Görtler, für 40 Jahre Wolfgang Hoffmann und Reinhold Pflaum, für 25 Jahre Rudolf Grafberger, Christian Schöfer, Thomas Schulz und für 10 Jahre Edmund Görtler.

Mit dem sogenannten Rausschmeißer, dem Film „Frangn-bl(p)ech“ von Christian Schöfer endete der offizielle Teil des Abends und das gemütliche Beisammensein mit vielen Erinnerungen und Fachgesprächen begann. Natürlich wurde der ganze Abend filmisch aus allen Ecken und Perspektiven von Peter Trebes, Thomas Schulz und Dominik Helmich dokumentiert und steht so späteren Generationen zur Verfügung.

Text und Bilder: Joseph Beck

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